Die erste Website für Kleinunternehmen – was wirklich drauf muss (2026)
Die erste eigene Website ist für viele kleine Unternehmen ein großer Schritt. Oft geht es gar nicht darum, eine riesige Seite aufzubauen, sondern überhaupt erst einmal online klar und professionell sichtbar zu werden. Genau da entsteht häufig Unsicherheit: Was muss eigentlich wirklich auf so eine Website drauf?
Die gute Nachricht: Für eine erste Unternehmenswebsite braucht es meistens deutlich weniger als gedacht. Wichtig ist nicht, möglichst viele Seiten zu bauen, sondern die richtigen Informationen in der richtigen Reihenfolge zu zeigen. Eine gute kleine Website beantwortet die wichtigsten Fragen schnell, schafft Vertrauen und macht die Kontaktaufnahme einfach.
In diesem Artikel zeige ich dir, welche Seiten und Inhalte wirklich notwendig sind, was häufig falsch gemacht wird – und was du getrost weglassen kannst, bis du wirklich bereit dafür bist. Als Orientierung gibt es am Ende auch eine kompakte Checkliste.

~14 Min. Lesezeit · Veröffentlicht am
Diese Serie: Webseiten für Kleinunternehmen – April 2026
- Website oder Instagram – was brauche ich wirklich?
- Die erste Website – was wirklich drauf muss ← Du bist hier
- Local SEO – bei Google in der eigenen Stadt gefunden werden (erscheint am 15.04.2026)
- Warum Websites an Inhalten scheitern – nicht an Technik (erscheint am 22.04.2026)
- Onepager oder komplette Website? (erscheint am 29.04.2026)
Der wichtigste Gedanke vorab: Eine erste Website muss nicht groß sein. Sie muss vor allem klar sein. Besucher:innen sollten innerhalb weniger Sekunden verstehen, wer du bist, was du anbietest und wie man dich erreicht. Alles andere ist erst einmal optional.
Warum weniger oft mehr ist
Viele Unternehmen denken bei einer neuen Website sofort an eine lange Liste von Seiten, Funktionen und Extras. Blog, Galerie, FAQ, Terminbuchung, Social-Media-Feed, Pop-ups, Slider, Animationen – alles wirkt erstmal sinnvoll. Für den ersten Schritt führt das aber oft eher zu Verzögerung, höheren Kosten und einem halbfertigen Ergebnis.
Gerade bei der ersten Website ist es viel wichtiger, mit einer klaren Struktur zu starten. Eine gute kleine Website kann mit wenigen Seiten sehr überzeugend sein, wenn sie genau die Fragen beantwortet, die potenzielle Kund:innen haben. Und sie kann wachsen – wenn der Bedarf und die Ressourcen dafür da sind.
Was außerdem selten bedacht wird: Je mehr Seiten und Inhalte eine Website hat, desto mehr Pflege braucht sie. Ein Blog, der zuletzt vor zwei Jahren aktualisiert wurde, wirkt schlechter als gar kein Blog. Starte mit dem, was du langfristig auch pflegen kannst.
Eine gute erste Website muss vor allem diese drei Dinge leisten:
- Sie erklärt sofort, worum es geht.
- Sie schafft Vertrauen – auch bei Menschen, die dich noch nicht kennen.
- Sie macht Kontakt so einfach wie möglich.
Welche Seiten braucht eine erste Website?
Bevor wir in die einzelnen Inhalte gehen, erst ein Überblick: Welche Seiten sind für den Start wirklich notwendig – und was kann warten?
| Seite | Notwendig? | Warum |
|---|---|---|
| Startseite | Ja, immer | Erster Eindruck, Orientierung, Einstiegspunkt für fast alle Besucher:innen |
| Leistungen / Angebote | Ja, immer | Erklärt konkret, was du machst – ohne das fehlt der Kern der Website |
| Über mich / Über uns | Ja, fast immer | Schafft Vertrauen, macht das Unternehmen greifbar und persönlich |
| Kontakt | Ja, immer | Ohne klare Kontaktmöglichkeit verliert die Website ihren wichtigsten Zweck |
| Impressum | Ja, gesetzlich | Rechtlich verpflichtend für gewerbliche Websites in Deutschland |
| Datenschutz | Ja, gesetzlich | DSGVO-Pflicht, besonders wenn Formulare oder Tracking genutzt werden |
| Referenzen / Portfolio | Sinnvoll, wenn vorhanden | Stärkt das Vertrauen deutlich – aber nur mit echten, guten Beispielen |
| FAQ | Optional, aber wertvoll | Spart Anfragen, ist gut für SEO und zeigt Expertise |
| Blog / Aktuelles | Nur wenn du ihn pflegst | Gut für SEO und Vertrauen – aber ein veralteter Blog schadet mehr als er nützt |
| Terminbuchung | Branchenabhängig | Für Studios, Praxen, Coaches oft sehr sinnvoll – für andere kaum relevant |
Viele gut funktionierende Websites kleiner Unternehmen starten mit genau diesen sechs Pflichtseiten – und das reicht erstaunlich oft. Der häufigste Fehler ist nicht, zu wenige Seiten zu haben, sondern zu viele mit schlechtem Inhalt.
Die Startseite – erste Sekunden entscheiden
Die Startseite ist fast immer der wichtigste Einstiegspunkt. Viele Besucher:innen kommen nicht über Empfehlungen auf Unterseiten, sondern landen direkt dort. Deshalb muss die Startseite vor allem eins können: in wenigen Sekunden Orientierung geben.
Auf einer guten Startseite sollte schnell sichtbar sein:
- Wer ist das Unternehmen – und wer steckt dahinter?
- Was genau wird angeboten?
- Für wen ist das Angebot gedacht?
- Warum sollte man sich gerade hier melden?
- Was ist der nächste Schritt – Anrufen, Formular ausfüllen, mehr lesen?
Häufiger Fehler: Viele Startseiten beginnen mit einem allgemeinen Begrüßungstext wie „Willkommen auf unserer Website. Wir sind ein junges, dynamisches Unternehmen, das sich dem Qualitätsgedanken verpflichtet hat." Das sagt nichts aus und bringt niemandem etwas. Potenzielle Kund:innen springen innerhalb von Sekunden ab.
Besser ist eine klare Aussage, die sofort versteht, was geboten wird. Ein paar Beispiele aus der Praxis:
- „Webdesign für kleine Unternehmen im Ruhrgebiet – klar, modern und ohne Agentur-Preise"
- „Physiotherapie in Essen mit Schwerpunkt Schulter und Rücken – Termine online buchen"
- „Malerarbeiten in und um Dortmund – schnelle Umsetzung, faire Preise, über 20 Jahre Erfahrung"
Was diese Beispiele gemeinsam haben: Sie benennen die Leistung, den Ort und ein klares Versprechen. Das genügt, um Interesse zu wecken und die richtigen Menschen anzusprechen.
Leistungen oder Angebote klar benennen
Der zweite wichtige Bereich ist die Übersicht deiner Leistungen oder Angebote. Menschen wollen nicht rätseln müssen, was du eigentlich machst. Je einfacher und verständlicher du das erklärst, desto besser – und desto eher nehmen sie Kontakt auf.
Ein häufiges Problem: Leistungen werden zu abstrakt beschrieben. „Ganzheitliche Beratung mit Fokus auf nachhaltige Prozessoptimierung" klingt professionell, sagt aber Laien wenig. Besser ist die Perspektive der Kund:innen: Was ist ihr Problem, und wie löst du es?
Statt „Coaching und Beratung" lieber: „Ich helfe selbstständigen Handwerkern, ihre Auftragsplanung so zu strukturieren, dass sie wieder Feierabend kennen."
Gerade kleine Unternehmen profitieren davon, Leistungen nicht zu abstrakt, sondern konkret zu benennen. Ein Beispiel aus dem Webdesign-Bereich:
- Website-Erstellung für kleine Unternehmen (ab 5 Seiten)
- Pflege und Updates bestehender Websites
- SEO-Grundoptimierung für bessere Google-Sichtbarkeit
- Onepager oder kompakte Firmenauftritte
Das funktioniert in jeder Branche: Menschen suchen nach Lösungen für ihre Probleme. Wer klar formuliert, was er anbietet, senkt die Hemmschwelle für eine Anfrage enorm.
Noch ein praktischer Hinweis: Es ist nicht nötig, Preise auf der Website zu nennen – aber es ist völlig in Ordnung, zumindest Preisspannen oder Einstiegspunkte zu erwähnen. Das spart beiden Seiten Zeit und filtert unpassende Anfragen heraus, bevor überhaupt ein Gespräch entsteht.
Vertrauen aufbauen – so funktioniert es wirklich
Eine der wichtigsten Aufgaben deiner ersten Website ist Vertrauen. Vor allem dann, wenn dich jemand noch nicht kennt. Die innere Frage eines jeden Besuchers lautet immer: Kann ich dieser Person mein Geld und mein Problem anvertrauen?
Vertrauen entsteht auf Websites durch verschiedene Elemente – und viele davon kosten weder viel Zeit noch Geld:
Persönliche Vorstellung
Eine kurze, ehrliche Vorstellung der Person oder des Teams dahinter macht einen großen Unterschied. Kein Lebenslauf in Listenform, sondern ein paar Sätze, die erklären: Wer bist du, was treibt dich an, warum machst du das? Gerade bei kleinen Unternehmen kaufen Menschen oft auch die Person – nicht nur die Leistung.
Echte Fotos
Ein professionelles oder zumindest authentisches Foto von dir oder deinem Team schafft mehr Vertrauen als das beste Stockbild. Das muss kein teures Fotoshooting sein. Ein sauber ausgeleuchtetes Foto mit dem Smartphone bei gutem Tageslicht ist allemal besser als ein gesichtsloser Avatar oder ein generisches Bürofoto.
Referenzen und Arbeitsbeispiele
Wenn du Arbeitsbeispiele zeigen kannst – sei es eine Vorher-Nachher-Ansicht, ein Portfolio-Projekt oder ein abgeschlossenes Auftragsfoto – dann tu das. Nichts überzeugt so gut wie sichtbare Ergebnisse. Falls du am Anfang noch wenig Referenzen hast: Lieber zwei gute Beispiele als zehn mittelmäßige.
Kund:innenstimmen
Echte Zitate zufriedener Kund:innen sind eines der wirkungsvollsten Vertrauenssignale. Selbst ein kurzes „Sven hat unsere Website in drei Wochen fertig gestellt – wir sind sehr zufrieden" mit Namen und Unternehmen ist Gold wert. Bitte aktive Kund:innen um eine Kurzaussage – viele sagen gerne ja, wenn man fragt.
Klare, freundliche Sprache
Vertrauen entsteht auch durch Ton und Sprache. Vermeide Fachjargon, der Außenstehende ausschließt. Schreib so, wie du in einem echten Gespräch mit Kund:innen sprechen würdest – klar, direkt und ohne aufgeblasen zu klingen.
Kontakt & Erreichbarkeit
Eine Website kann noch so hübsch sein: Wenn die Kontaktaufnahme umständlich ist, verliert sie an Wirkung. Deshalb sollte der Kontaktbereich so einfach wie möglich sein – und so sichtbar wie möglich.
Wichtig sind je nach Unternehmen:
- E-Mail-Adresse – direkt anklickbar, keine versteckte Info-Adresse
- Telefonnummer – besonders für lokale Unternehmen und ältere Zielgruppen entscheidend
- Kontaktformular – senkt die Hemmschwelle, weil man nicht selbst eine E-Mail formulieren muss
- Öffnungszeiten – wenn relevant, klar und aktuell halten
- Standort oder Einzugsgebiet – für lokale Sichtbarkeit und Google wichtig
Besonders gut funktioniert es, wenn Kontaktmöglichkeiten nicht nur auf einer eigenen Seite erscheinen, sondern an mehreren Stellen sichtbar sind – zum Beispiel im Header, am Ende von Leistungsblöcken und natürlich auf der Kontaktseite selbst. Wer sich melden will, sollte nie suchen müssen.
Typischer Fehler: Viele Websites verstecken die Kontaktinfo nur im Footer oder hinter einem Menüpunkt, den man erst aufklappen muss. Das kostet Anfragen. Je leichter du erreichbar bist, desto mehr Kontakt bekommst du – so einfach ist die Gleichung.
Ein weiterer Punkt, der oft unterschätzt wird: Formuliere auf der Kontaktseite auch kurz, was nach einer Anfrage passiert. „Ich melde mich in der Regel innerhalb von 24 Stunden" – das klingt simpel, nimmt aber die Unsicherheit und senkt die Hemmschwelle spürbar.
Pflichtseiten nicht vergessen
Auch wenn viele verständlicherweise lieber über Inhalte, Bilder und Gestaltung nachdenken: Rechtliche Grundlagen gehören bei einer Unternehmenswebsite immer dazu. Wer sie vergisst, riskiert Abmahnungen.
Impressum
In Deutschland sind gewerbliche Websites gesetzlich verpflichtet, ein vollständiges Impressum zu führen. Das umfasst mindestens: Name und Anschrift, eine schnell erreichbare Kontaktmöglichkeit (E-Mail oder Telefon), bei Einzelunternehmen den vollständigen Namen, sowie je nach Gewerbe Angaben zur Berufsaufsicht oder Handelsregistereintrag.
Datenschutzerklärung
Sobald deine Website auch nur ein Kontaktformular hat, Cookies setzt, Google Fonts lädt oder ein Analysetool nutzt, ist eine Datenschutzerklärung nach DSGVO Pflicht. Sie muss erklären, welche Daten gesammelt werden, zu welchem Zweck und wie lange sie gespeichert werden. Hierfür gibt es kostenlose Generatoren – aber prüfe das Ergebnis sorgfältig oder lass es von jemandem mit juristischem Hintergrund absegnen.
Praxistipp: Links zu Impressum und Datenschutzerklärung gehören zwingend in den Footer – auf jeder einzelnen Seite. Außerdem solltest du diese Seiten von der Sitemap ausschließen, damit Google keine Ranking-Kraft auf Pflichtseiten verschwendet.
Texte: selbst schreiben oder beauftragen?
Die Frage, wer die Texte schreibt, ist eine der wichtigsten und am häufigsten unterschätzten Entscheidungen im Website-Projekt. Und sie ist auch der häufigste Grund, warum Projekte ins Stocken geraten – nicht die Technik.
Grundsätzlich gilt: Du musst nicht alles selbst schreiben – aber du musst die Grundlage liefern. Niemand kennt dein Unternehmen besser als du. Kein Texter, kein KI-Tool und kein Webentwickler kann das ersetzen, was du in einem ehrlichen Gespräch über deine Arbeit erzählen würdest.
Eine gute Herangehensweise ist die folgende Aufgabenteilung:
- Du lieferst: Was du machst, für wen, warum du das gut kannst, was dich auszeichnet, häufige Fragen deiner Kund:innen.
- Ein Texter oder Webentwickler formt daraus: Lesbaren, strukturierten Website-Text mit sinnvollen Keywords und einer klaren Nutzeransprache.
Rein KI-generierte Texte ohne deine eigene Stimme wirken oft generisch und bauen wenig Vertrauen auf. Sie können ein guter Startpunkt sein – aber ersetzen keine ehrliche, persönliche Formulierung dessen, was dich und dein Unternehmen ausmacht. Google erkennt zudem qualitativ schwache, dünne Inhalte und bewertet sie entsprechend schlechter.
Bilder und Fotos – was wirklich funktioniert
Bilder haben auf einer Website zwei Aufgaben: Sie erklären schnell, was Worte brauchen würden – und sie schaffen emotionale Nähe. Beides ist wichtig. Deshalb lohnt es sich, über die Bildauswahl nachzudenken, bevor man einfach Stockfotos einbindet.
Echte Fotos schlagen Stockbilder fast immer
Ein Foto von dir bei der Arbeit, von deinem Team, von deinen Produkten oder deinem Laden – selbst wenn es nicht perfekt ist – wirkt echter als das schönste Stockbild. Besucher:innen spüren intuitiv, ob eine Website von echten Menschen erzählt oder nur Kulisse ist.
Wenn Stockbilder, dann passende
Falls du noch keine eigenen Fotos hast, sind Stockbilder kein Fehler – aber wähle sie sorgfältig. Vermeide generische Businessfotos mit glatt gelächelten Menschen, die offensichtlich niemand kennt. Wähle stattdessen Stimmungsbilder, Arbeitssituationen oder visuelle Elemente, die zur Branche und zum Ton deines Unternehmens passen.
Bilder technisch richtig einbinden
Für eine schnell ladende Website sollten Bilder komprimiert und in modernen Formaten ausgeliefert werden. WebP und AVIF sind 2026 Standard und können die Dateigröße gegenüber JPEG drastisch reduzieren – was sich direkt auf die Ladezeit und damit auf SEO und Nutzererfahrung auswirkt. Mehr dazu im Artikel über moderne Bildformate und Performance.
Typische Fehler bei der ersten Website
Viele Probleme entstehen nicht, weil eine Website technisch schlecht gebaut ist, sondern weil Inhalte fehlen, unklar sind oder die falschen Prioritäten gesetzt wurden. Das sind die häufigsten Stolperstellen, die ich in der Praxis sehe:
- Zu allgemeine Aussagen ohne konkreten Nutzen – wer anspricht, spricht niemanden an.
- Kein klarer Call-to-Action – Besucher:innen wissen nicht, was sie als Nächstes tun sollen.
- Kontakt zu versteckt – wenn man suchen muss, gibt man schnell auf.
- Fehlende oder unpassende Bilder – generische Stockfotos bauen kein Vertrauen auf.
- Kein mobiles Layout – über 60 % der Besucher kommen vom Smartphone.
- Zu viel Text ohne Struktur – Absätze ohne Überschriften oder Zwischengliederung werden kaum gelesen.
- Fehlende Pflichtseiten – Impressum und Datenschutz vergessen ist ein rechtliches Risiko.
- Veraltete Inhalte – ein Blog mit letztem Post von 2022 wirkt schlechter als gar kein Blog.
- Lange Ladezeiten – unkomprimierte Bilder und unnötige Scripts kosten Besucher und Google-Ranking.
Der gute Nachrichten-Teil: Die meisten dieser Fehler lassen sich mit etwas Planung und Struktur im Vorfeld vermeiden. Und genau dafür ist ein erfahrener Webentwickler da – nicht nur für die Technik, sondern auch für die inhaltliche Beratung.
Checkliste: Inhalte für die erste Website
Hier die wichtigsten Punkte auf einen Blick – zum Abhaken, bevor deine Website live geht:
Pflicht – diese Inhalte müssen auf die Website:
- Klare Überschrift auf der Startseite (Wer bist du? Was machst du? Für wen?)
- Leistungen oder Angebote konkret und verständlich beschrieben
- Persönliche Vorstellung (Text + Foto)
- Kontaktmöglichkeiten gut sichtbar (E-Mail, Telefon und/oder Formular)
- Vollständiges Impressum
- Aktuelle Datenschutzerklärung
- Mobile Darstellung getestet (Smartphone und Tablet)
- Ladezeit gecheckt (z. B. mit PageSpeed Insights)
Sinnvoll – wenn möglich von Anfang an:
- Mindestens eine Kund:innenstimme oder Referenz
- Standort oder Einzugsgebiet klar benannt (für Local SEO)
- Google Unternehmensprofil eingerichtet und verknüpft
- Alt-Texte für alle Bilder (Barrierefreiheit und SEO)
- Seitentitel und Meta-Descriptions für alle Seiten gepflegt
- Sitemap eingereicht bei Google Search Console
Häufige Fragen
Mindestens: Startseite, Leistungsübersicht, Über-mich- oder Über-uns-Seite, Kontaktseite, Impressum und Datenschutzerklärung. Das reicht für die meisten kleinen Unternehmen als saubere Basis. Alles andere – Blog, FAQ, Galerie, Terminbuchung – kann später ergänzt werden, wenn der Bedarf da ist.
Die Startseite sollte sofort klar machen: Wer bist du, was bietest du an, für wen ist das gedacht und wie kommt man in Kontakt? Vermeide allgemeine Begrüßungstexte. Konkrete Aussagen wie „Webdesign für kleine Unternehmen im Ruhrgebiet" sind viel wirksamer als „Willkommen auf unserer Website".
Für den Start reichen oft 4 bis 6 Seiten. Viele gut funktionierende kleine Unternehmenswebsites starten sogar als Onepager – also eine einzige, gut strukturierte Seite. Wichtiger als die Anzahl ist die Qualität der Inhalte. Mehr dazu im nächsten Artikel: Onepager oder komplette Website – was passt besser?
Echte Fotos sind fast immer besser. Bei kleinen Unternehmen kaufen Menschen häufig auch die Person dahinter – ein ehrliches Foto von dir oder deinem Team schafft mehr Vertrauen als ein perfektes Stockbild. Wenn du noch keine professionellen Fotos hast, reichen für den Anfang auch gute Smartphone-Aufnahmen bei gutem Licht.
Zu allgemeine Texte, kein klarer Call-to-Action, versteckter Kontaktbereich, fehlendes mobiles Layout, generische Stockfotos und fehlende Pflichtseiten. Die ausführliche Liste und Erklärungen findest du weiter oben im Artikel.
Du musst nicht alles selbst formulieren – aber du solltest die Grundlage liefern. Halte fest, was du machst, für wen, warum du das gut kannst und was dich auszeichnet. Ein Webentwickler oder Texter kann daraus gute Website-Texte formulieren. Rein KI-generierte Texte ohne deine eigene Stimme wirken oft generisch und bauen wenig Vertrauen auf.
Fehlende Inhalte auf Kundenseite. Nicht die Technik, nicht der Webentwickler – sondern Texte, Fotos und Entscheidungen, die nicht rechtzeitig geliefert werden. Wer gut vorbereitet in ein Projekt startet, bekommt auch deutlich schneller ein Ergebnis. Einen realistischen Ablauf beschreibe ich im Artikel In 8 Wochen zur fertigen Website.
Fazit
Die erste Website für ein Kleinunternehmen muss nicht alles können. Aber sie sollte die wichtigsten Fragen beantworten, Vertrauen schaffen und Kontakt leicht machen. Genau darum geht es.
Wenn die Basis stimmt – klare Startseite, verständliche Leistungen, persönliche Vorstellung, gute Erreichbarkeit und saubere Pflichtseiten – dann ist schon sehr viel gewonnen. Der Rest kann wachsen, wenn der Bedarf und die Ressourcen da sind.
Und genau das ist oft der beste Weg: nicht zu groß denken, sondern sinnvoll starten. Eine gute erste Website ist kein Luxusprojekt, sondern ein Werkzeug, mit dem potenzielle Kund:innen schneller verstehen, warum sie sich bei dir melden sollten – statt beim Wettbewerber.
Wenn du noch nicht sicher bist, ob du eine vollständige Website oder zunächst einen Onepager brauchst, lohnt sich ein Blick in den letzten Artikel dieser Serie: Onepager oder komplette Website – was passt besser für kleine Unternehmen?
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