Warum ich Silvester lieber friere als feiere (2025)

Ein normaler Wintertag mit Hund, Rad, Ruhe und Natur statt Feuerwerk, Vorsätzen und Krach.

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Wintertag zu Silvester mit Hund, Rad und Natur statt Feuerwerk

Silvester hat fuer viele etwas Grosses. Fuer mich nicht. Ich mag den einunddreissigsten Dezember, weil er sich wie ein normaler Wintertag anfuehlt. Ein Tag, der keinen Neustart braucht, weil er Ruhe bringt. Und ehrlich gesagt: Ich friere lieber, als dass ich feiere.

Der Morgen beginnt meistens gleich: Elmo will raus. Die Kaelte beisst ein wenig in die Haende, der Atem steht in der Luft und die Stadt wirkt wie ein ausgeschalteter Rechner. Keine E Mails, keine Termine, kein Druck. Nur ein Hund, ein paar Schritte und ein Kopf, der Platz hat.

Spaeter sitze ich am Mac, aber ohne To do Liste, ohne Sprint, ohne das Gefuehl, noch irgendetwas schaffen zu muessen, bevor das Jahr endet. Diese Klarheit mag ich. Wenn man das ganze Jahr ueber in Projekten denkt, ist ein Tag ohne Agenda wie ein ruhiger Commit: klein, sauber, ohne Konflikte.

Irgendwann kommt das Rad dazu. Vielleicht eine kurze Runde, vielleicht nur ein paar Kilometer. Nicht, um etwas zu beweisen, sondern weil Bewegung gut tut. Und Kaelte sortiert Gedanken oft besser als jeder Fitness Tipp.

Waehrend andere abends Neuanfang feiern, bin ich einfach dankbar fuer Normalitaet. Ich brauche kein Feuerwerk, um motiviert zu bleiben, und keine Vorsaetze, um weiterzumachen. Ich will nur die Dinge weitermachen, die mein Leben tragen: gute Projekte, gute Menschen, ein Hund, ein Rad, ein bisschen Kaelte und Natur, die oft mehr Klarheit bringt als jedes grosse Ziel.

Der erste Januar ist fuer mich kein Startschuss. Er ist einfach der naechste Tag, an dem ich auftauche und versuche, jeden Ort ein Stueck besser zu hinterlassen, als ich ihn vorgefunden habe.